TSV Kottern Abt. Handball - Chronik

Chronik der Handballabteilung des TSV Kottern

von Jochen Müller

Die Handballabteilung des TSV Kottern wurde im Jahre 1934 gegründet und bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges v. Fritz Denz und Hans Haslach geleitet.
Kurz nach Ende des Krieges, schon im Oktober des Jahres 1945, wurde die Abteilung von Paul Berkmüller, der bis zu seinem Tode vor wenigen Jahren stets ein treuer Besucher unserer Heimspiele war, neu aufgebaut. Zu einer Männermannschaft 1946 gesellte sich bereits 1947 eine Frauenmannschaft. Beide spielten im Allgäu und auch in Schwaben eine gute Rolle. Zu jener Zeit wurde – wie bereits in den Anfängen – ausschließlich Großfeld gespielt. Im Jahre 1960 wurde der TSV Kottern Allgäuer Feldhandballmeister mit Spielern, die auch noch gut 10 Jahre später den Stamm der ersten Mannschaft bildeten.
Das Jahr 1968 brachte das Ende der Großfeld-Punktrunde. Von da an wurde im Winter in der Halle, im Sommer auf dem Kleinfeld gespielt. Der TSV Kottern war bei den Männern von Anfang an in der höchsten schwäbischen Liga, der damaligen Bezirksliga, vertreten, bei den Frauen ab 1970.
Im Jahre 1978 stiegen die Frauen in die höchste bayerische Liga, die Oberliga auf, der sie bis 1990 angehörten. Bereits ein Jahr nach dem Abstieg Ende der Saison 1989/90 gelang der erneute Aufstieg in die Oberliga. 1994 musste die Mannschaft wieder in die Bezirksliga zurück, 1998 erfolgte der Aufstieg in die neu gegründete Landesliga. In der Saison 2001/02 schlossen sich die Frauen wegen Spielermangels (einige ältere Spielerinnen beendeten ihre aktive Laufbahn) mit den Frauen des TV Waltenhofen zur Spielgemeinschaft (SG) Waltenhofen/Kottern zusammen, die bis heute Bestand hat. Ende der Saison 2007/08 stieg die Mannschaft in die Bayernliga auf , musste jedoch Ende der letzen Saison, also 2010, in die Landesliga zurück. In der nächsten Saison soll ein neuer Anlauf gemacht werden, den Wiederaufstieg in die Bayernliga zu schaffen.
Die Männer standen den Frauen nicht viel nach: Ende der Saison 1981/82 stiegen sie in die Verbandsliga (heute: Landesliga) auf, bis 1992 pendelte die Mannschaft nach mehrmaligem Auf- und Abstieg zwischen Verbandsliga und Bezirksliga hin und her. 1995 erfolgte der Einbruch: die Mannschaft musste aus der Bezirkliga absteigen und verblieb einige Jahre in der Kreisliga A.
Um die Jahrtausendwende erfolgte die Gebietsreform des Bayer. Handball-Verbandes. Der Bezirk Schwaben wurde geteilt, das Allgäu wurde mit dem westlichen Teil Oberbayerns zum neuen Handball-Bezirk Alpenvorland zusammengelegt. Die Kreise fielen weg, die unterste Spielklasse wurde zur Bezirksklasse, aus der Kreisliga wurde die Bezirksliga, die höchste Liga im Bezirk wurde die Bezirksoberliga. In der Saison 2001/02 stieg der TSV Kottern in die Bezirksoberliga auf und bis zur Saison 2006/07 stieg er zwei mal ab und zwei mal sofort wieder auf. Seit Ende der Saison 2007/08  konnte die Mannschaft die Bezirksoberliga halten und es besteht die Hoffnung, dass dieser Zustand sich stabilisiert.
Die Jugendarbeit wurde in den 70er-Jahren beim TSV Kottern intensiviert und ist heute ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Bestandteil der ganzen Arbeit in der Abteilung. Im Laufe der Jahre gab es sehr schöne Erfolge. Einige Mannschaften – sowohl bei den Buben wie bei den Mädchen – spielten in höheren Spielklassen in Bayern und erzielten sehr gute Platzierungen, wobei zu bedenken ist, dass sich die Mannschaften der verschiedenen Altersklassen – anders als beim Fußball – jedes Jahr neu für höhere Ligen qualifizieren müssen. So gehörte z.B. die männl. A-Jugend  von 1984-1986 der Bayernliga an, in der Saison 1992/93 wurde die männl. C-Jugend 3. Bayerischer Meister, und auch in der letzten Saison 2009/10 belegte unsere männl. C-Jugend in Bayern den 4. Platz.

Hervorzuheben ist auch noch, dass die Handballabteilung des TSV Kottern eine hervorragende Arbeit im Hinblick auf die Ausbildung von Schiedsrichtern leistet, von denen  seit Jahren immer wieder welche in höheren Ligen zum Einsatz kommen.

Die Abteilungsleiter seit 1945:

1945 - 1958 Paul Berkmüller
1958 - 1962 Gerhard Skobel
1962 - 1969 Botho Conrad
1969 - 1994 Jochen Müller
1994 - 1996 Heinz Wachter
1996 - 2002 Siegfried Hörmann
2002 - 2007 Heinz Wachter
2007     Oliver Ahegger